Samstag, 3. Februar 2007

Lieber F.J. Wagner,

dass der damalige Kanzleramtsminister Steinmeier den Terrorverdächtigen Murat Kurnaz nicht einreisen hat lassen, finden sie richtig:

Ich finde es absolut korrekt, wenn Sie sich im Zweifel für die Sicherheit entscheiden. Der Bremer Türke ist für mein Leben nicht so wichtig. Wichtig ist für mich die Sicherheit.

Nun, eigentlich sind Sie, Herr Wagner, für mein Leben auch nicht so wichtig. Wenn jemand Sie Sie eines Tages verschleppt und ohne Anwalt und Urteil ein paar Jahre festhält und foltert, dann könnte mir das doch ziemlich egal sein, oder? Wäre meine Sicherheit davon betroffen?

Wahrscheinlich nicht. Bis man mich verschleppen würde.

(via BILDblog)

Donnerstag, 23. November 2006

Neues StudiVZ-Sicherheitsloch: ALLES offen!

Nachdem schon in den letzten Tagen über Sicherheitslücken beim StudiVZ berichtet wurde, kam heute ein enormes Datenleck zum Vorschein:

Alle Daten eines beliebigen Nutzers, seine empfangenen und gesendeten Nachrichten, seine privaten Fotos, seine Freundesliste, Gruppen und Pinnwandeinträge, alle seine Kontaktdaten sind einsehbar - und MAN KANN SIE SOGAR ÄNDERN!

Man braucht dazu nur auf diese Seite gehen und die richtige e-Mail-Adresse mit dem richtigen Passwort eingeben.

Oh mann, StudiVZ, ihr braucht jetzt mal einen richtig guten Anwalt.

Montag, 13. Februar 2006

Das Recht auf Witz

Zur aktuellen Debatte über die Grenzen der Pressefreiheit hier ein Zitat von Thomas Gsella, Chefredakteur der Satire-Zeitschrift Titanic:

"Das Recht auf Witz ist eines der Grundrechte, viel wichtiger als das Recht auf unversehrte religiöse Gefühle. Es gibt ja kaum Gefühle, die derart zu Schäden geführt haben und Verbrechen nach sich gezogen haben wie diese religiösen Gefühle. Das Recht auf Witz ist ein viel höher Anzusiedelndes."

Freitag, 10. Februar 2006

Edmund Stoiber - 10 Minuten!

Edmund Stoiber hat wieder was Lustiges gesagt (bzw. schon vor 4 Jahren)

Besonders geil ist aber ein Musik-Remix mit Video von fettisch.de - eine Extended-Version wäre bestimmt der Burner auf allen Tanzflächen.

(via Mail + sixtus.net)

Tag des Zorns

Letzten Freitag war der Tag des Zorns. Leider habe ich ihn verpasst, die Medien berichteten erst danach.

Schade, denn die Idee gefällt mir. Es gibt bereits einen Tag der Arbeit, an dem wir uns über unsere Arbeit freuen; einen Tag der Liebenden, an dem wir das Glück der Zweisamkeit preisen - warum also nicht auch ein Tag des Zorns, an dem wir unserem angestauten Ärger mal richtig Luft machen können?

An diesem Tag könnten wir mindersympathischen Mitmenschen lange zurückgehaltene Gefühle hemmungslos mitteilen, dürften Kassierinnen ganz offiziell unfreundlich sein und Busfahrer den Fahrgästen vor der Nase abfahren - um des Rest des Jahres darauf verzichten.

Als Datum schlage ich den Aschermittwoch vor, da ist gerade der Karneval vorbei, die entbehrungsreiche Fastenzeit beginnt und Politiker dissen sich da eh schon.

"Ich wünsch' euch einen beschissenen Tag des Zorns, ihr Arschlöcher! ..."