Dienstag, 24. Juli 2007

Drum'n'Bass - Драм-энд-бэйс

Vor knapp 10 Jahren verbrachte ich viele Abende im Keller eines Jugendclubs, in dem unsere Schülerzeitung ihre Redaktionsräume hatte. In den Räumen nebenan hatten hatten einige DJs ihre Plattenspieler aufgebaut und übten Plattenauflegen. Und das war vor allem Drum'n'Bass.

Letztens erinnerte ich mich wieder daran, hab mal etwas gegoogelt und dabei neon gefunden. Genau genommen неон, denn er kommt aus Moskau, produziert DnB-Tracks und veröffentlicht sie im Netz - in voller Länge und kostenlos.

Ganz toll find ich gerade denTrack love in music, schön ist auch der einstündige touch my soul studio mix.

Dienstag, 8. Mai 2007

Wikipedia gut vor Irrelevanz geschützt

Vor zwei Jahren noch war ich ziemlich aktiv in der deutschen Wikipedia, hatte auch die Mailingliste mitgelesen und einiges von den Debatten über Artikelqualität und Löschpolitik mitbekommen. Irgendwann ist das eingeschlafen - und in der Zwischenzeit muss was passiert sein.

Gestern hab ich wieder was über Zattoo gelesen. Das ist ein schweizer Webdienst, der Fernsehen über das Internet anbietet - und mehr und mehr Nutzer anzieht. Da wollte ich mal wissen, was dahinter steckt und hab bei der deutschen Wikipedia nachgeschaut.

Leider gibt es noch keinen Artikel. Gut, das kann vorkommen, muss ihn halt noch jemand schreiben. Aber es geht gar nicht! Das Lemma Zattoo ist nämlich dauergesperrt, und zwar als Wiedergänger nach Schnelllöschung. Offenbar versuchen regelmäßig Leute einen Artikel anzulegen, die ein Administrator - scheinbar überzeugt von der Irrelevanz des Webdienstes - ohne Diskussion immer wieder gelöscht hat. Durch eine Dauersperrung spart er sich nun diese Mühe, denn sie verhindert das Neuanlegen von vornherein .

Während die deutsche Wikipedia nun also vor einem irrlevanten Artikel sicher geschützt ist, expandiert Zattoo nach Dänemark und bald Großbritannien, umfangreich kommentiert in Nachrichten und Blogs, und in anderen Wikipedias enstehen schöne kleine, informative Artikel.

Montag, 2. April 2007

Wahre Liebe

Gestern war ich auf einer Party und unterhielt mich nett mit einem Mädchen. Irgendwann kamen wir auf die Schweiz und dass man da wohl seit kurzem einfach so arbeiten könnte. "Die Schweizer können das nicht so einfach in Deutschland, die brauchen sogar ein Visum, um einzureisen", meinte sie plötzlich.

Vorsichtig äußerte ich meine Zweifel, aber umso vehementer blieb sie dabei. Schließlich kam ihr Freund hinzu und forderte ultimativ: "Glaub's ihr doch einfach, ja?"

Dienstag, 13. März 2007

Kommentare sind keine Geschenke

Don Alphonso wundert sich, warum gerade die Leser besonders häufig und hartnäckig bei ihm Kommentieren, deren Kommentare er sofort wieder löscht.

"sie scheinen eine masochistische Lust zu haben, das zu lesen, was sie verachtet, rausschmeisst und negiert. Diese krankhafte Einstellung, es nicht zu mögen, aber dennoch lesen zu müssen."
Solche Leute bezeichnet Don Alphonso auch gern als "Spam-Schweine". Dabei denkt man sonst an Leute, die nicht zum Thema passende Linkssammlungen posten oder sich beleidigend und unsachlich äußern. Bei Don Alphonso ist der Begriff etwas weiter gefasst.

Ich z.B. bin auch so ein Spam-Schwein. Ich begann Don Alphonsos Blog mit der StudiVZ-Geschichte zu lesen, meine ersten Kommentare blieben auch stehen. Plötzlich aber sollte ich mich verpissen. Inzwischen löscht Don jeden meiner Kommentare unabhängig vom Inhalt.

Als Spam gilt auch so ein Kommentar. Oder Dons eigene Zitate.

Mich hat dieser Umgang ziemlich geschockt. Bis dahin dachte ich ganz träumerisch, dass Blogger einen aufklärerischen Anspruch hätten, Wert auf Fakten und Sachlichkeit legen, kritische Fragen stellen (und auch selber zulassen), nicht mit Informationen hinhalten, kurzum: mit ihrem gutem Beispiel vorangehenen und so den "bösen, manipulierenden" Massenmedien zeigen, wie es sein sollte.

Und das auch durch Kommentare.

Ein Kommentar ist kein Geschenk an den Autor des Artikels. Kein Dankeschön oder Lob. Wer viele Kommentare hat, muss nicht unbedingt ein guter Autor sein. Bild.de hätte wohl auch viele Kommentare.

Kommentare zeigen, wie ein Artikel wirkt. Sie spiegeln seine Leserschaft. Sie decken Widersprüche auf und beleuchten andere Aspekte.

Entweder, man verzichtet ganz auf Kommentare. Dann steht Artikel für sich allein, ganz ohne ein Bild seiner Leserschaft. Oder man lässt alle (sachlichen und zum Thema passenden) Kommentare zu, der Artikel steht dann als Ausgangspunkt fuer eine Diskussion. Wer aber bestimmte Kommentare löscht, weil ihm die geäußerte Meinung nicht passt, verfälscht die Wirkung seines Artikels und das Bild seiner Leserschaft.

Was also tun mit letzteren Blogs? Ignorieren? Meist ja, hilft aber nicht, wenn es ein Blog mit großem Einfluss und damit wichtige Primärquelle ist. Da geht es vielen Journalisten und Politikern ähnlich mit der Bild-Zeitung.

Neulich berichtete Don ganz begeistert von Zpeech. Das ist ein Dienst, mit dem man auf jeder beliebigen Webseite kommentieren kann. Ohne dass der Webmaster etwas dagegen tun kann.

Update: Als Spam gilt für Don auch ein Trackback zu diesem Artikel, er hat ihn binnen Minuten gelöscht.

Donnerstag, 1. März 2007

DonAlphonso und die leckende StudiVZ-Pressesprecherin

Das StudiVZ wurde wieder gehackt und "DonAlphonso" berichtet. Diesmal sogar mit einem Privatfoto der Pressesprecherin, das er ohne erkennbaren Zusammenhang verlinkt. Darauf sieht man sie, offensichtlich betrunken auf einer Party, wie sie an einer Männerbrust leckt. Das Foto war vorher schon auf Ihrer StudiVZ-Profilseite verlinkt und auch außerhalb des StudiVZs über jenen Direktlink erreichbar. Inzwischen wurde es wohl gelöscht.

In den Kommentaren zu jenem Eintrag wird nun diskutiert, ob das Verlinken des Fotos ok war. DonAlphonso schreibt dazu:

Das ist, mit Verlaub, kein Durchschnüffeln. Du findest den Link auf zu den Photos, auf denen sie verlinkt ist, auf ihrer Seite. Sie selbst promotet das. StudiVZ hat den Umstand der Rausverlinkbarkeit damals (siehe Link zu meinem Beitrag) selbst zum Feature erklärt, als ich es für einen Bug hielt. Wenn es so ist, wenn man da keine Vorkehrungen zu treffen gedenkt - mei. Sie wissen, was sie tun. Sie stellen das online.
Ganz anders sah das "DonAlphonso", als vor einiger Zeit jemand im Quelltext seines Blogs "schnüffelte":
Ich finde es unter alles Sau, mit Verlaub. Es geht niemanden was an, was ich sonst noch so treibe, das hier ist kein Selbstbedienungsladen für Informationen über mein Tun und Lassen. Wenn ich damit rechnen muss, dass meine Leser alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Dinge über mich zu erfahren, von denen sie wissen, dass mir an einer Veröffentlichung nichts liegt, ist das hier entweder bald zu, oder absolut wasserdicht vernagelt. Dass es technisch kein Problem ist, den Quellcode zu durchschnüffeln, weiss ich auch. Aber ob es dem Bloggen zuträglich ist, wenn alles, was ich privat tue, von einem anderen an die Öffentlichkeit gezerrt und seiner Meute vorgeworfen wird, ist die andere Frage.